Sonntag, 18. Mai 2014

[St. Petersburg Special] What's different?

Hallo ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch ein paar Dinge, die anders sind als bei uns.

Noch eine kurze Erklärung im vorhinein:
Ich lerne in der Schule Russisch und wir waren in St. Petersburg 10 Tage lang auf einem Schüleraustausch. Wir haben dort in verschiedenen Gastfamilien gewohnt.

Gleich am ersten Tag ist mir aufgefallen, dass der Fahrstil sehr eigen ist. Würde man hier so fahren, wär man wahrscheinlich schon am ersten Tag seinen Führerschein los. Die Sache mit dem Gesetz ist wohl allgemein der größte Unterschied. Ein paar Geschichten, die ich dort gehört habe, möchte ich hier nicht näher anführen, da ich diese einfach nicht in Umlauf bringen möchte, weil ich nicht weiß, ob diese wirklich stimmen. Die Leute fahren dort auch ziemlich schnell (gefühlte 100 km/h) durch die Stadt, weshalb man Zebrastreifen bei Rot nicht überqueren sollte.

Was außerdem auffällig war, dass die Russen eher größere, schönere, modernere und teurere Autos fahren. Jedoch wohnen sie in ziemlich kleinen Wohnungen, welche aber trotzdem mehr oder weniger modern eingerichtet sind. Das mit den Autos und den Wohnungen habe ich auch von mehreren anderen bestätigt bekommen.

In der Wohnung und vor allem auch in der Schule ist sehr schön, dass es extrem warm ist. Draußen war es zwar nach den ersten Tagen saukalt, aber in den Gebäuden konnte man ohne Pulli sitzen. Wirklich keine gute Kombination um sich morgens die Kleidung richtig auszusuchen. Wenn ich im Winter ohne Pullover in der Schule sitze, bin ich wahrscheinlich nach der ersten Stunde schon tiefgefroren.
Anders als bei uns fängt die Schule in St. Petersburg erst um 9:00 Uhr an, die Schüler müssen dafür aber länger in der Schule sein.
 
In der Wohnung gab es kein einziges Bett (so wie wir das halt kennen), es gab nur Ausziehsofas. Dafür gab es fast in jedem Zimmer einen Fernseher.
Obwohl viele in kleinen Wohnungen wohnen, halten sie doch Haustiere. In meinem Fall einen Hund und eine Katze. Fand ich nicht so toll. Ich habe nichts gegen Tiere, aber auf so kleinem Raum war es nicht angenehm. Wir haben zuhause auch Tiere, die dürfen allerdings nicht ins Haus, weshalb ich das auch nicht gewöhnt bin.

Beim Essen vor allem beim Frühstück haben sie doch seltsame Angewohnheiten. An einem  Tag habe ich Nudeln mit Parmesan zum Frühstück bekommen. An den anderen Tagen war es eigentlich ein ziemlich normales Frühstück, wenn  man vom Spiegelei und den Würstchen absieht.
Einmal habe ich in einem Cafè eine Heiße Schokolade bestellt, war dann leider eher Pudding, was ja eigentlich gut ist, wenn man dazu nicht auch noch einen Brownie isst.

Hier und da läuft einem mal jemand verrückter unter die Nase. Zum Beispiel ein Russe der ins Handy zu seinen Freunden sagt: "Singen wir miteinander", und dieser gibt dann sozusagen ein Konzert (kein geplantes). So gewinnt man doch den Eindruck, dass die Leute dort, doch ein bisschen verrückt und komisch sind.

Abgesehen davon, dass die meisten der Leute dort, lebensmüde, verrückt und vielleicht ein bisschen komisch sind, war die Zeit dort echt super und so extrem unterscheidet sich St. Petersburg von Österreich nicht. Bis auf die Sache mit dem Verkehr (bin ich froh über unsere Verkehrsregeln) kann man alles überleben.

Habt ihr noch irgendwelche Fragen zum Leben oder den Leuten in St. Petersburg?

Eure Lia

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